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Verschuldung vermeiden
Jugendlichen fehlt die Erfahrung und Schulung im Umgang mit Geld. Sie müssen erst lernen, mit ihrem Geld kontrolliert und verantwortungsbewusst umzugehen. Es ist wichtig, dass sie ihre Rechte und Pflichten als Konsumenten kennen. Andernfalls droht unkontrolliertes Kaufverhalten und Verschuldung bereits in jungen Jahren.
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Das Vermögen von Jugendlichen ist in der Regel noch nicht gross. Vielleicht erhalten sie Lohn aus einem Ferienjob, Taschengeld oder Geldgeschenke. Doch die Verlockungen von Werbung und Konsumgesellschaft sind gross. Junge Menschen möchten an der Gesellschaft teilhaben und wahrgenommen werden. Oft haben sie das Gefühl nicht dazu zu gehören, wenn sie gewisse Markenartikel nicht besitzen.
Vorbilder und Perspektiven gefragt
Das Thema der Verschuldung junger Menschen ist nicht zu unterschätzen. Geld leihen im Familien- oder Freundeskreis gehört für sie zur finanziellen Organisation des Alltags. Jugendliche aus wohlhabendem Elternhaus gehen in der Regel etwas sorgloser mit Geld um. Sozial benachteiligte Jugendliche schränken sich eher ein, um über die Runden zu kommen.
Es gibt gewisse Jugendliche, die mit mehreren Tausend Franken verschuldet sind. Wie die Studie der Hochschule für Soziale Arbeit der FHNW zur Jugendverschuldung in Basel-Stadt von 2007 zeigt, stehen hohe Schulden meist am Ende einer Kette sozialer und gesundheitlicher Probleme. Oftmals fehlen Perspektiven in Ausbildung oder Beruf. Hinzu kommen kritische Lebensereignisse mit finanziellen Kostenfolgen – früher Auszug aus dem Elternhaus, Schul- oder Lehrabbruch und Arbeitslosigkeit.
Kaufverhalten kontrollieren
Junge Menschen verschulden sich um Konsumgüter zu kaufen, bevor sie das dafür notwendige Geld erarbeitet haben. Sie kopieren das Kaufverhalten der vermögenden Oberschicht und den Lebensstil von Stars. Ganz oben auf der Ausgabenliste stehen Handys und deren Gebühren, Markenkleider, Kosmetika, Unterhaltungselektronik und das Ausgehen.
Jugendliche, die Probleme haben, ihr Kaufverhalten zu kontrollieren oder aus der finanziellen Bahn geworfen wurden, sollten sich möglichst früh professionelle Unterstützung holen. Damit vermeiden sie längerfristige Negativfolgen für ihr Leben. Lokale Jugendberatungen und Budgetberatungsstellen helfen dabei, finanzielle Probleme wieder in den Griff zu bekommen. Hinweise zu diesem Thema finden sich zum Beispiel auf www.schulden.ch oder auf www.schuldenpraevention.ch.
Weitere Informationen
Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz zur Jugendverschuldung von 2007